KP-QS-001 · Fassung 13.08.2026

Keine undurchsichtige Einstufung. So entstehen 100 Punkte.

Der Kundenpfad-Prüfstandard macht sichtbar, wie 39 Kriterien, sechs gewichtete Bereiche, Datenkonfidenz und drei Prioritäten zu einer prüfbaren Entscheidungsgrundlage werden.

39 Kriterien 6 Bereiche 1 separates Konfidenzmaß

Operativer Eigenstandard · keine unabhängige Zertifizierung · keine Erfolgsgarantie

In 30 Sekunden

Was der Standard absichert

  1. 01Reproduzierbar
    Feste Gewichte, Kriterien und Statuswerte statt Bauchgefühl.
  2. 02Belegt
    Fundstelle, Zeitpunkt und Wirkung gehören zum Befund.
  3. 03Begrenzt
    Nicht Beobachtbares wird markiert und senkt die Konfidenz.
  4. 04Priorisiert
    Wirkung × Konfidenz ÷ Aufwand bestimmt die Reihenfolge.

Prüfziel und Grenze

Eine dokumentierte Momentaufnahme des öffentlichen Kundenpfads.

Bewertet wird, wie gut ein Unternehmen über öffentlich sichtbare Kontaktpunkte gefunden, verstanden und kontaktiert werden kann. Die Prüfung verbindet lokale Auffindbarkeit, Angebotsklarheit, Anfrageweg, Vertrauen, KI-Suchbereitschaft und Messsignale.

Im Prüfbereich
  • Website auf Desktop und mobil
  • Google-Unternehmensprofil und lokale Signale
  • relevante öffentliche Social-Profile
  • Anfrageweg und sichtbare Nachfassen-Signale
  • indexierbare, maschinenlesbare und zitierfähige Inhalte
Nicht behauptet
  • keine vollständige Rechts- oder Datenschutzprüfung
  • keine vollständige Accessibility- oder IT-Sicherheitsprüfung
  • keine Prüfung der internen Erfolgsmessung ohne Nachweis
  • keine Garantie für Rankings, Anfragen oder Umsatz
  • keine unabhängige Zertifizierung des Eigenstandards

Bewertungsmodell

39 Kriterien ergeben sechs Bereichsscores.

Jedes Kriterium hat eine feste Punktzahl. Erfüllt zählt zu 100 Prozent, teilweise zu 50 Prozent und nicht erfüllt zu 0 Prozent. Nicht verifiziert fließt nicht in die Punktzahl ein, reduziert aber die separat ausgewiesene Datenkonfidenz.

100 % erfüllt 50 % teilweise 0 % nicht erfüllt nicht verifiziert
BereichGewichtKriterienGeprüft werden unter anderem
Google & lokale Auffindbarkeit20 %7Profil, NAP-Konsistenz, Kategorien, Bilder, Bewertungen und Suchsignale
Website & Angebot25 %7Ersteindruck, Belege, mobile Nutzung, Metadaten, Kernseiten und Rechtstexte
Kontakt & Conversion20 %7Handlungsaufforderung, Kontaktwege, Formular, Erwartung, Terminweg, Navigation und Bestätigung
Social Media & Vertrauen15 %6offizielle Profile, Kanalwahl, Aktivität, Konsistenz, Menschen und Ergebnisse
KI-Suchbereitschaft10 %6Entität, strukturierte Daten, Crawl-Zugang, Fachinhalte, externe Signale und Quellen
Erfolgsmessung & Nachfassen10 %6Analytics-Signal, Messpunkte, Consent, Nachfassen, Bestätigung und CRM-Signale
Gesamt100 %39gewichteter Mittelwert der beobachtbaren Bereiche
Gesamtpunktzahl Σ Bereichsscore × Gewicht ÷ beobachtetes Gesamtgewicht

Die technische Prüfung gleicht die Punktzahlen der Bereiche und die Gesamtpunktzahl vor einer Freigabe erneut mit den Befunden ab.

Evidenz vor Behauptung

Belegbarkeit und Leistung werden nicht vermischt.

Eine niedrige Punktzahl ist ein Leistungsbefund. Eine niedrige Datenkonfidenz bedeutet dagegen, dass ein Teil der vorgesehenen Kriterien öffentlich nicht belastbar beobachtet werden konnte. Diese Trennung verhindert Sicherheit, wo die Daten sie nicht tragen.

A

Direkter öffentlicher Beleg

Profilseite, Bewertung, Öffnungszeit oder sichtbarer Kontaktweg.

B

Technisches Signal

HTML, strukturierte Daten, Erreichbarkeit oder mobile Darstellung.

C

Fachliche Beobachtung

Dokumentierte Angebotsklarheit, Verständlichkeit oder Reibung.

D

Kundennachweis

Bereitgestellter Screenshot zur Erfolgsmessung, CRM-Auszug oder Prozessbeleg.

E

Nicht beobachtbar

Ohne Systemzugang nicht abschließend prüfbar und deshalb nicht verifiziert.

Datenkonfidenz beobachtbare Kriterienpunkte ÷ alle Kriterienpunkte × 100

Unter 75 Prozent besteht der Bericht die automatische Qualitätsprüfung nicht.

Wirkung vor Aufgabenmenge

Aus Befunden werden genau drei nächste Schritte.

Jeder mögliche Hebel erhält Werte von 1 bis 5 für erwartete Wirkung, Konfidenz und Aufwand. Daraus entsteht ein reproduzierbarer Prioritätswert. Der Bericht empfiehlt die drei höchsten unterschiedlichen Hebel – nicht die längste Aufgabenliste.

Prioritätswert Wirkung × Konfidenz Aufwand

Zwei Maßnahmen dürfen nur dann aus demselben Bereich stammen, wenn der erste Hebel ohne den zweiten nicht wirksam umgesetzt werden kann. Ein mögliches Folgeangebot verändert die Bewertung nicht.

Technisch erzwungene Mindestqualität

Kein automatisches „bestanden“ ohne Mindestbelege.

Vor der fachlichen Freigabe prüft ein Validator den gespeicherten Prüfdatensatz und die Berichtdatei. Fehlt eine Mindestbedingung, bleibt der Bericht im Entwurfsstatus.

  • 8+belegte Befunde
  • 3+belegte Signalgruppen
  • 3+vorhandene, verwertbare Bildschirmaufnahmen
  • 75 %oder mehr Datenkonfidenz
  • 0negative oder teilweise Befunde ohne Beleg
  • 3vollständige, eindeutige Prioritäten
Automatisierung ist Vorarbeit, keine Freigabe.

Zusätzlich müssen Punktzahlabgleich, Kurzfassung für Entscheider, Methodengrenzen und eine verwertbare PDF bestehen. Erst danach folgt die fachliche Prüfung.

Methodik kurz geklärt

Häufige Fragen zum Prüfstandard

Wie wird die Gesamtpunktzahl berechnet?

Die Gesamtpunktzahl ist der gewichtete Mittelwert der beobachtbaren Bereiche. Erfüllt zählt zu 100 Prozent, teilweise zu 50 Prozent und nicht erfüllt zu 0 Prozent. Nicht verifizierbare Kriterien senken die Datenkonfidenz, nicht die Punktzahl.

Warum wird die Datenkonfidenz getrennt ausgewiesen?

Eine Punktzahl kann nur so belastbar sein wie ihre Belege. Die Datenkonfidenz zeigt deshalb separat, welcher Anteil der vorgesehenen Kriterien tatsächlich beobachtbar war.

Welche Belege verwendet die Prüfung?

Verwendet werden direkte öffentliche Fundstellen, reproduzierbare technische Signale, dokumentierte fachliche Beobachtungen und – falls bereitgestellt – Kundennachweise. Nicht Beobachtbares wird ausdrücklich gekennzeichnet.

Wann besteht ein Bericht die Qualitätsprüfung?

Die automatische Qualitätsprüfung verlangt unter anderem mindestens acht Belege aus drei Signalgruppen, drei verwertbare Bildschirmaufnahmen, mindestens 75 Prozent Datenkonfidenz, genau drei Prioritäten und rechnerisch übereinstimmende Punktzahlen.

Ist der Prüfstandard unabhängig zertifiziert?

Nein. KP-QS-001 ist ein veröffentlichter operativer Eigenstandard der CA Agentur und keine unabhängige Zertifizierung. Er schafft Nachvollziehbarkeit, aber keine Ranking-, Anfrage- oder Umsatzgarantie.

Primärquellen und Versionierung

Begründet, datiert und änderbar.

Der Standard ist kein Anspruch auf absolute Wahrheit. Er ist ein offengelegtes Entscheidungsmodell, das bei wesentlichen Änderungen versioniert wird. Fachliche Grundlagen werden möglichst auf Primärquellen gestützt.

KP-QS-001 · Version 1.1 · 13.08.2026. Operativer Eigenstandard der CA Agentur; keine unabhängige Zertifizierung. Betreiber, Verantwortung und Arbeitsweise ansehen.

Belege statt Bauchgefühl

Lassen Sie den aktuellen Kundenpfad nach diesem Standard prüfen.

Sie erhalten eine rechnerisch stimmige Bewertungsübersicht, belegte Fundstellen, getrennte Datenkonfidenz und genau drei priorisierte Maßnahmen.

Für Geschäftskunden, zzgl. MwSt. · kein Abo · keine Ranking- oder Umsatzgarantie